Kantonsgrenze

Warum ist die Kantonsgrenze zwischen Uri und Glarus nicht auf der Klausenpasshöhe?

So sollen Urner und Glarner öfters über die Nutzung der Alpen gestritten haben. Der ständigen Streitereien leid hatten sie sich dazu entschlossen, den Grenzverlauf durch zwei Läufer festlegen zu lassen. Sie sollten unten im Tal starten, sobald der “Güggel" das erst Mal krähte.

Während der Urner Hahn schlecht genährt und hungrig war, hatte der Glarner Hahn bessere Zeiten hinter sich. Der vom Hunger geplagte Urner Hahn kräht schon in dunkler Nacht und der Läufer machte sich sofort auf den Weg. Der Glarner Hahn schlief und dachte nicht ans krähen, verzweifelt warteten die Glarner. Als die Sonne schon hoch am Himmel stand, fing der Hahn dann doch noch an zu krähen.

So kam es, dass der Urner Läufer bereits auf dem Abstieg nach Linthal war, als ihm der Glarner entgegen kam. Auf Bitte des Glarners liess sich der Urner noch soweit den Berg hinauf tragen wie es dessen Kräfte zuliessen. Beim heutigen Grenzverlauf sei der Glarner dann tot zusammen gebrochen. Die Bewohner beider Kantone akzeptierten diese Grenze bis heute.

Was wohl mit dem gut genährten Glarner Güggel geschah?